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Der Wald am Fußballrasen

Ein Projekt des Schweizer Künstlers Klaus Littmann verwandelt einen Ort des Spektakels in ein faszinierendes Kunstprojekt, in dessen Zentrum die Natur steht.

Das Spielfeld des Wörthersee-Fußballstadion in Klagenfurt wurde bei dieser Kunstinstallation komplett mit einem Mischwald aus einheimischen Bäumen bepflanzt. Als Inspiration für „FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ diente eine Zeichnung des renommierten österreichischen Architekten und Künstlers Max Peintner (geboren 1937 in Hall in Tirol), die Littmann vor einigen Jahrzehnten entdeckte. Der Blick von den Besucherrängen auf den Stadionswald ermöglicht so eine gänzlich neue Sichtweise auf etwas scheinbar Gewohntes und Vertrautes, den Wald, in einem künstlichen, menschengeschaffenen Umfeld. Mit seinem Projekt bringt Klaus Littmann einem breiten Publikum Beziehung und Spannung zwischen Mensch und Natur, Kunst und Ökologie nahe. Das Kunstprojekt ist vom 9. September bis 27. Oktober 2019 täglich von 10 bis 22 Uhr (einschließlich Feiertage) zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Die Natur selbst ist ein großes Gesamtkunstwerk. Also kann man ihr auch ein kleines widmen.

Klaus Littmann

Kunstinstallation „FOR FOREST“ bei Flutlicht
Blick auf Klaus Littmanns Stadionwald
Die Inspiration: Zeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Max Peintner
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Villacher Kirchtag

Anfang August findet in der Draustadt die Brauchtumswoche und der Villacher Kirchtag statt, die größte Brauchtumsveranstaltung Österreichs. Der Kirchtag wird seit 1936 veranstaltet und findet seinen Höhepunkt alljährlich am ersten Wochenende im August. Ganz kurz zur Geschichte: 1225 verlieh Kaiser Friedrich Villach das Recht, zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Jakobitag (25. Juli) einen Jahrmarkt zu veranstalten – diesem Ereigniss wird mit dem Villacher Kirchtag gedacht. Inzwischen ist aus dem Kirchtag ein Event für Jung und Alt geworden, der jedes Jahr über 300.000 Menschen anzieht. Eröffnet wird die Brauchtumswoche am Sonntag mit einem feierlichen Hochamt in der Villacher Stadtpfarrkirche, gefolgt vom Kirchtagsauftanz und den Bieranstich durch den Bürgermeister der Stadt. Am Montag findet am Oberen und Unteren Kirchenplatz der traditionelle Jakobimarkt mit Handwerkskunst aus Kärnten und dem gesamten Alpe-Adria-Raum statt. Am Dienstag werden die besten Kirchtagssuppen Kärntens verkostet und prämiert. Mehr über diese berühmte Kärnter Spezialität erzählen wir Ihnen in den kommenden Tagen. Die ganze Woche finden in der Villacher Innenstadt über 100 Einzelveranstaltungen statt, mit denen das Brauchtum und die Volkskultur Kärntens, der Alpe-Adria-Region und darüber hinaus gewürdigt und gefeiert werden. Ein Highlight für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene ist der große, moderne Vergnügungspark am Drauufer. Seinen Höhepunkt erreicht der Kirchtag am Samstag mit dem großen Trachtenfestzug mit bis zu 4.000 Teilnehmern, dessen Route durch die festlich dekorierte Innenstadt von über 50.000 Besuchern gesäumt wird. Danach wird auf allen Plätzen und in allen Lokalen der Stadt ausgiebig und ausgelassen gefeiert bis der Kirchtag mit einem spektakulären Feuerwerk um Mitternacht seinen farbenfrohen Ausklang findet. Mehr Informationen zum Villacher Kirchtag finden Sie hier.

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Ausflugsziele in Kärnten: Kultur und Literatur in Klagenfurt

Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt ist eines der attraktivesten Ausflugsziele in Ihrem Urlaub im Hotel Karnerhof am Faaker See. Besonders attraktiv macht die 100.000-Einwohner-Stadt ihre Lage am Ostufer des Wörther Sees sowie die wunderschöne Altstadt, geprägt vor allem durch die Meisterschaft italienischer Architekten. Die Innenstadt lädt ein zu einem entspannten Schaufensterbummel oder zum Verweilen in einem der zahlreichen Cafés. Besonders beliebt sind die mondäne Fußgängerzone um den Alten Platz und der Neue Platz mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Lindwurmbrunnen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Kärntner Landesmuseum, die Stadtgalerie Klagenfurt, das Museum Moderner Kunst Kärnten oder der Klagenfurter Dom. Der Komponist Gustav Mahler verbrachte einige Sommer am Ostufer des Wörther Sees und schuf hier viele seiner bekanntesten Werke; zu seinen Ehren findet sich in Klagenfurt ein charmantes kleines Museum, das „Gustav Mahler Komponierhäuschen“. Zu den bekanntesten Söhnen und Töchtern der Stadt zählen der Architekt Günther Domenig, der Romancier Robert Musil und die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, eine der wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Ingeborg Bachmann ist auch die Namensgeberin des „Ingeborg-Bachmann-Preis“, eine der bedeutesten Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur, der jedes Jahr als Höhepunkt eines mehrtägigen Festivals vergeben wird. Gerade am vergangenen Wochenende war es wieder so weit und zu diesem Anlass – und als Verbeugung vor unserer schönen Landeshauptstadt -, bat die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ 45 Schriftsteller einen Satz über Klagenfurt zu schreiben. Alle Beiträge wurden zu einem Text zusammengefügt, der einen eigenwilligen, faszinierenden, indviduellen, widersprüchlichen Eindruck von der Stadt am Wörther See liefert. Lesen Sie ihn – als kleine Auszeit oder als Einstimmung für Ihren nächsten Urlaub in Kärnten! Selbstverständlich ist Familie Melcher und das Team am Karnerhof jederzeit für Sie da, wenn es darum geht Ihren Aufenthalt am Faaker See zu planen.

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Rückschau: Villacher Kirchtag und Kirchtagsladen am Karnerhof

Gestern ging der Villacher Kirchtag zu Ende, das größte Brauchtumsevent Österreichs und eines der Highlights des Kärntner Veranstaltungskalenders. Der 71. Kirchtag seit der Einführung der Veranstaltung im Jahre 1936 zog fast 500.000 Besucher an – ein neuer Rekord. Höhepunkt war der traditionelle Trachtenumzug am vergangenen Samstag an dem 3.500 Trachtenträger, organisiert in 80 Gruppen aus Kärnten, Österreich und ganz Europa, teilnahmen. Die Route des Umzugs durch die Villacher Innenstadt war gesäumt von über 50.000 Zuschauern und Feiernden. Der Villacher Kirchtag ist nicht nur ein großes Fest, er dient auch dem Erhalt alter Bräuche und Traditionen und hat zudem einen karitativen Zweck. Eine sehr wichtige Rolle hier spielt das „Kirchtagsladen“. Dabei zieht eine Gruppe junger Menschen in Gailtaler Tracht durch die Stadt und die Umgebung um die Menschen zum Kirchtag einzuladen und zum Spenden zu animieren. Das Kirchtagsladen gründet auf einem alten Kärntner Brauch und wurde 1950 am Villacher Kirchtag eingeführt. Der Erlös der Spendenaktion kommt bedürftigen Kindern zugute, die zu Weihnachten neu eingekleidet werden. Natürlich durften wir die Kirchtagslader auch auf einen Tanz mit Familie Melcher und unseren Gästen im Karnerhof am Faaker See empfangen.

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Kirchtag in Egg am Faaker See mit der hausgemachten Karnerhof-Kirchtagssuppe

Heute am Faaker See: der Egger Kirchtag. Nicht ganz so groß wie der Villacher Kirchtag, das größte Brauchtumsevent Österreichs, über den wir bereits berichtet haben, ist er dennoch ein interessanter, für das ländliche Kärnten sehr typischer Feiertag. Gefeiert wird der Kirchtag mit einer Messe in der dem Heiligen Andreas geweihten Kirche im Zentrum der Ortschaft Egg am Faaker See, gefolgt von einem Mittagessen mit Familie und Freunden, zu dem selbstverständlich die traditionelle Kirchtagssuppe gehört. Die Kirchtagssuppe, auch „Saure Suppe“ genannt, ist eine der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten Kärntens. Zu den berühmtesten zählt die Villacher Kirchtagssuppe, sie findet sich jedoch in unterschiedlichen Versionen in vielen der Regionen und Tälern des Landes. Zu den Zutaten gehören mehrere Sorten Fleisch (am Karnerhof Lammschlögel, Schweinsstelze, Lammstelze, Rindsbrust und Suppenhuhn), Sauerrahm, Schlagobers und Safran, der der Suppe ihre charakteristische gelbliche Farbe verleiht. Serviert wird die recht aufwändig zubereitete Kirchtagssuppe mit kleingeschnittenen Würfeln der oben erwähnten Fleischsorten sowie dem Kärntner Reindling oder Pogatscha. Sauer ist die „Saure Suppe“ übrigens nicht – ihren Namen verdankt sie dem Sauerrahm, einer wichtigen Zutat.