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Kärntner Krimis – spannende Leseempfehlungen

Die Kärntner sind von Natur aus liebenswürdig und gastfreundlich. Doch natürlich hat unser schönes Bundesland auch dunkle Seiten, die in beliebten Regionalkrimis erkundet werden – mit viel Lokalkolorit, Spannung und Humor. Die Geschichten spielen an schönen Plätzen in Kärnten, die sie vielleicht von Ihrem letzten Urlaub kennen – oder bei Ihrem nächsten Aufenthalt am Karnerhof entdecken können. In diesem Beitrag stellen wir drei unserer Favoriten vor.

Als lokal verwurzeltes, familiengeführtes Hotel ist uns bewusst, wie wichtig gerade in schwierigen Zeiten die Unterstützung von kleineren, regionale Unternehmen ist ist. Falls Sie eines (oder alle) dieser Bücher lesen möchten, so regen wir daher an, sie bei einem unabhängigen Buchladen oder Versandhandel zu bestellen. Kontaktieren Sie vor Ort den Buchhändler Ihres Vertrauens oder wählen Sie einen unabhängigen Buchversand, der mit Engagement und Kreativität eine Alternative zu den globalen Online-Giganten bietet. Bei den Buchempfehlungen unten verlinken wir daher zu Anbietern in Österreich, Deutschland und der Schweiz, sowie direkt zu den Verlagen.

Wer zuletzt lacht von Wilhelm Kuehs

In Villach gilt der Fasching als „fünfte Jahreszeit“ und ein alljährliches Highlight im Kalendar. Die Faschingssitzungen werden von Hundertausenden Österreichern live oder vor dem Fernseher genossen und am Faschingssamstag wird die gesamte Innenstadt von den Narren übernommen. Dies ist die Kulisse für den im Haymon Verlag erschienen Krimis des Kärtner Autors Wilhelm Kuehs, der einen aufsehenerregenden Mord mit politischen Hintgrunden und lokalem Flair verbindet.

Während des alljährlichen Faschingsempfangs des Bürgermeisters kippt dieser plötzlich in einen Teller Heringssalat – und ist tot. Der Journalist Ernesto Valenti ist rasch vor Ort. Ebenso wie dem ermittelnden Polizisten Major Steinkellner ist ihm rasch klar: Es muss sich um einen Giftmord handeln. Eine Reihe von möglichen MotivenWer steckt hinter dem perfiden Mord? Wer wollte den Bürgermeister vor den Augen der Öffentlichkeit einen grausigen Tod sterben sehen? Waren es seine politischen Gegner, denen er sich vehement entgegenstellte? Kommt der Mörder aus seinem privaten Umfeld? War es ein Bordellbetreiber, dem vom Bürgermeister Steine in den Weg gelegt wurden? Viele Spuren sind es, denen Valenti folgt. Während die Polizei recht schnell einen Verdacht hat, hält Ernesto die Augen nach allen Seiten offen …

Ein Mord am Wörthersee von Roland Zingerle

Schauplatz dieses kurzweiligen Kriminalromans ist Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt und der nahegelegene Wörtersee. Die Region lohnt einen Besuch und ist vom Karnerhof in 20 bis 30 Minuten Fahrzeit zu erreichen. Die Handlung dreht sich um den Ironman Austria, ein Triathlon-Sportveranstaltung, bei der die Teilnehme 3,86 Kilometer schwimmend, 180,2 Kilometer radfahrend und 42,195 Kilometer laufend zurücklegen müssen. Der vom Tiroler Haymon Verlag herausgegebene Krimi überzeugt durch sorgfältig gezeichnete Charaktere, geschickt verknüpfte Handlungsstränge und natürlich die schöne Umgebung.

Beim Ironman in Klagenfurt kommt es bereits zum zweiten Mal in Folge zu einem mysteriösen Todesfall: Auf der Radstrecke bricht ein Athlet zusammen und ist auf der Stelle tot. Pikantes Detail am Rande: Beide Verunglückten entstammen derselben Familie, sind beim selben Arzt in Behandlung und haben dieselbe Lebensversicherung abgeschlossen. Zufall? Tragisches Schicksal? Daran will der Direktor der Fiducia-Versicherung, Armin Oberhofer, partout nicht glauben – immerhin war die Summe der ausgezahlten Lebensversicherungen nicht unbeträchtlich. Und nun will auch noch der dritte männliche Spross der Familie beim Ironman an den Start gehen. Oberhofer beauftragt Berufsdetektiv Heinz Sablatnig, das Umfeld der Verunglückten genauer unter die Lupe zu nehmen, um einen weiteren Todesfall zu verhindern. Für Sablatnig beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit, den er beinahe mit dem eigenen Leben bezahlt …

Waidmannsdank von Alexandra Bleyer

Das 2016 im Emons Verlag erschiene Buch ist der erste Band in der beliebten, inzwischen vier Bände umfassenden Krimireihe um den Jäger Sepp Flattacher und den Polizisten Martin Schober. Die Handlung der schwarzhumorigen Geschichte spielt im eine gute Autostunde vom Karnerhof entfernten Mölltal.

Freiwillig ins Mölltal zurückzukehren wäre Polizist Martin Schober nie in den Sinn gekommen: Zu viele schwierige Gestalten warten dort auf ihn. Als jedoch zur Jagdsaison nicht nur Vierbeiner ihr Leben lassen, muss er gemeinsam mit dem kauzigen Aufsichtsjäger Sepp Flattacher ermitteln. Schnell wird das ungleiche Duo in ein mörderisches Wettrennen verwickelt – doch wer ist hier Jäger und wer Gejagter?

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Der Wald am Fußballrasen

Ein Projekt des Schweizer Künstlers Klaus Littmann verwandelt einen Ort des Spektakels in ein faszinierendes Kunstprojekt, in dessen Zentrum die Natur steht.

Das Spielfeld des Wörthersee-Fußballstadion in Klagenfurt wurde bei dieser Kunstinstallation komplett mit einem Mischwald aus einheimischen Bäumen bepflanzt. Als Inspiration für „FOR FOREST – Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ diente eine Zeichnung des renommierten österreichischen Architekten und Künstlers Max Peintner (geboren 1937 in Hall in Tirol), die Littmann vor einigen Jahrzehnten entdeckte. Der Blick von den Besucherrängen auf den Stadionswald ermöglicht so eine gänzlich neue Sichtweise auf etwas scheinbar Gewohntes und Vertrautes, den Wald, in einem künstlichen, menschengeschaffenen Umfeld. Mit seinem Projekt bringt Klaus Littmann einem breiten Publikum Beziehung und Spannung zwischen Mensch und Natur, Kunst und Ökologie nahe. Das Kunstprojekt ist vom 9. September bis 27. Oktober 2019 täglich von 10 bis 22 Uhr (einschließlich Feiertage) zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Die Natur selbst ist ein großes Gesamtkunstwerk. Also kann man ihr auch ein kleines widmen.

Klaus Littmann

Kunstinstallation „FOR FOREST“ bei Flutlicht
Blick auf Klaus Littmanns Stadionwald
Die Inspiration: Zeichnung „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ von Max Peintner
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Villacher Kirchtag

Anfang August findet in der Draustadt die Brauchtumswoche und der Villacher Kirchtag statt, die größte Brauchtumsveranstaltung Österreichs. Der Kirchtag wird seit 1936 veranstaltet und findet seinen Höhepunkt alljährlich am ersten Wochenende im August. Ganz kurz zur Geschichte: 1225 verlieh Kaiser Friedrich Villach das Recht, zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Jakobitag (25. Juli) einen Jahrmarkt zu veranstalten – diesem Ereigniss wird mit dem Villacher Kirchtag gedacht. Inzwischen ist aus dem Kirchtag ein Event für Jung und Alt geworden, der jedes Jahr über 300.000 Menschen anzieht. Eröffnet wird die Brauchtumswoche am Sonntag mit einem feierlichen Hochamt in der Villacher Stadtpfarrkirche, gefolgt vom Kirchtagsauftanz und den Bieranstich durch den Bürgermeister der Stadt. Am Montag findet am Oberen und Unteren Kirchenplatz der traditionelle Jakobimarkt mit Handwerkskunst aus Kärnten und dem gesamten Alpe-Adria-Raum statt. Am Dienstag werden die besten Kirchtagssuppen Kärntens verkostet und prämiert. Mehr über diese berühmte Kärnter Spezialität erzählen wir Ihnen in den kommenden Tagen. Die ganze Woche finden in der Villacher Innenstadt über 100 Einzelveranstaltungen statt, mit denen das Brauchtum und die Volkskultur Kärntens, der Alpe-Adria-Region und darüber hinaus gewürdigt und gefeiert werden. Ein Highlight für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene ist der große, moderne Vergnügungspark am Drauufer. Seinen Höhepunkt erreicht der Kirchtag am Samstag mit dem großen Trachtenfestzug mit bis zu 4.000 Teilnehmern, dessen Route durch die festlich dekorierte Innenstadt von über 50.000 Besuchern gesäumt wird. Danach wird auf allen Plätzen und in allen Lokalen der Stadt ausgiebig und ausgelassen gefeiert bis der Kirchtag mit einem spektakulären Feuerwerk um Mitternacht seinen farbenfrohen Ausklang findet. Mehr Informationen zum Villacher Kirchtag finden Sie hier.

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Ausflugsziele in Kärnten: Kultur und Literatur in Klagenfurt

Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt ist eines der attraktivesten Ausflugsziele in Ihrem Urlaub im Hotel Karnerhof am Faaker See. Besonders attraktiv macht die 100.000-Einwohner-Stadt ihre Lage am Ostufer des Wörther Sees sowie die wunderschöne Altstadt, geprägt vor allem durch die Meisterschaft italienischer Architekten. Die Innenstadt lädt ein zu einem entspannten Schaufensterbummel oder zum Verweilen in einem der zahlreichen Cafés. Besonders beliebt sind die mondäne Fußgängerzone um den Alten Platz und der Neue Platz mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Lindwurmbrunnen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Kärntner Landesmuseum, die Stadtgalerie Klagenfurt, das Museum Moderner Kunst Kärnten oder der Klagenfurter Dom. Der Komponist Gustav Mahler verbrachte einige Sommer am Ostufer des Wörther Sees und schuf hier viele seiner bekanntesten Werke; zu seinen Ehren findet sich in Klagenfurt ein charmantes kleines Museum, das „Gustav Mahler Komponierhäuschen“. Zu den bekanntesten Söhnen und Töchtern der Stadt zählen der Architekt Günther Domenig, der Romancier Robert Musil und die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann, eine der wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Ingeborg Bachmann ist auch die Namensgeberin des „Ingeborg-Bachmann-Preis“, eine der bedeutesten Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur, der jedes Jahr als Höhepunkt eines mehrtägigen Festivals vergeben wird. Gerade am vergangenen Wochenende war es wieder so weit und zu diesem Anlass – und als Verbeugung vor unserer schönen Landeshauptstadt -, bat die deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ 45 Schriftsteller einen Satz über Klagenfurt zu schreiben. Alle Beiträge wurden zu einem Text zusammengefügt, der einen eigenwilligen, faszinierenden, indviduellen, widersprüchlichen Eindruck von der Stadt am Wörther See liefert. Lesen Sie ihn – als kleine Auszeit oder als Einstimmung für Ihren nächsten Urlaub in Kärnten! Selbstverständlich ist Familie Melcher und das Team am Karnerhof jederzeit für Sie da, wenn es darum geht Ihren Aufenthalt am Faaker See zu planen.

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Rückschau: Villacher Kirchtag und Kirchtagsladen am Karnerhof

Gestern ging der Villacher Kirchtag zu Ende, das größte Brauchtumsevent Österreichs und eines der Highlights des Kärntner Veranstaltungskalenders. Der 71. Kirchtag seit der Einführung der Veranstaltung im Jahre 1936 zog fast 500.000 Besucher an – ein neuer Rekord. Höhepunkt war der traditionelle Trachtenumzug am vergangenen Samstag an dem 3.500 Trachtenträger, organisiert in 80 Gruppen aus Kärnten, Österreich und ganz Europa, teilnahmen. Die Route des Umzugs durch die Villacher Innenstadt war gesäumt von über 50.000 Zuschauern und Feiernden. Der Villacher Kirchtag ist nicht nur ein großes Fest, er dient auch dem Erhalt alter Bräuche und Traditionen und hat zudem einen karitativen Zweck. Eine sehr wichtige Rolle hier spielt das „Kirchtagsladen“. Dabei zieht eine Gruppe junger Menschen in Gailtaler Tracht durch die Stadt und die Umgebung um die Menschen zum Kirchtag einzuladen und zum Spenden zu animieren. Das Kirchtagsladen gründet auf einem alten Kärntner Brauch und wurde 1950 am Villacher Kirchtag eingeführt. Der Erlös der Spendenaktion kommt bedürftigen Kindern zugute, die zu Weihnachten neu eingekleidet werden. Natürlich durften wir die Kirchtagslader auch auf einen Tanz mit Familie Melcher und unseren Gästen im Karnerhof am Faaker See empfangen.