Veröffentlicht am

Faaker See sonnenreichster Badesee Österreichs

292 Sonnentage beziehungsweise 2.295 Sonnenstunden im Jahr 2011

Villach – Der Faaker See ist nicht nur der südlichste, sondern auch der sonnenreichste Badesee Österreichs. Wie eine nun aktuell vorliegende Studie ergab, schien dort im Jahre 2011 insgesamt 2.295 Stunden die Sonne, 292 der 365 Tage des Jahres waren Sonnentage. Diese begünstigte Lage des fünftgrößten Sees in Kärnten wird auch von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik bestätigt.

Im Auftrag der Tourismusregion Villach-Warmbad / Faaker See / Ossiacher See wurden in den Jahren 2009 bis 2011 mit Hilfe einer Messstation in Drobollach die Sonnenstunden eruiert. Laut dieser Studie wird es am Faaker See immer sonniger: Während 2009 noch 2.047 Sonnenstunden gezählt wurden, waren es ein Jahr später schon 2.114 und im Jahre 2011 schließlich 2.295.

Dasselbe gilt für die Sonnentage, hier ergab die Auswertung 250 im Jahre 2009, 275 im Jahre 2010 und 292 im Jahre 2011. Von einem „Sonnentag“ spricht man, wenn an diesem Tag zumindest drei Stunden die Sonne scheint. Aber auch bei vier Stunden strahlenden Wetters hatte der Faaker See die Nase vorne: 2011 gab es insgesamt 268 solcher Tage.

Die schönsten Monate waren im vergangenen Jahr der Mai mit 285 Sonnenstunden, gefolgt vom August mit 273 sowie Juli (272) und Juni (263). Aber auch in der Vor- beziehungsweise Nachsaison zeigt sich der Faaker See von seiner freundlichen Seite: Im April 2011 wurden immerhin 244 Sonnenstunden gezählt, im September waren es 222.

Dass der Faaker See wettermäßig begünstigt ist, bestätigt Mag. Paul Rainer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Klagenfurt. Er begründet dies sowohl mit der südlichen Beckenlage des Gewässers als auch mit dem Umstand, dass vor allem im Sommer die Südwestlagen respektive Adriatiefs seltener seien. In den nördlichen Landesteilen komme es aufgrund der Berge hingegen viel rascher zur Bildung von Quellwolken und auch das vom Westen kommende schlechte Wetter wirke sich dort früher aus.

Rainer: „Es gibt häufig vier Wellen von Gewitterfronten, der Faaker See wird zumeist erst von der vierten am Abend getroffen.“ Während es also anderswo schon regnet, scheint in Drobollach, Egg und Faak am See noch ungetrübt die Sonne.

Der südlich von Villach am Fuße des Mittagskogels liegende Faaker See ist 2,2 Quadratkilometer groß, seine maximale Tiefe beträgt knapp 30 Meter. Im Sommer erreicht der See mit seiner charakteristischen Insel bis zu 27 Grad Celsius.

Der türkisblaue Faaker See zählt sowohl bei Einheimischen als auch Gästen zu den beliebtesten Badeseen Österreichs. Er verfügt über neun öffentliche Strandbäder, es gibt aber auch mehrere Möglichkeiten zum „Wildbaden“. Die Orte rund um den See bieten eine vielfältige Infrastruktur mit Hotels, Gästehäusern, Pensionen, Ferienwohnungen, Urlaub am Bauernhof und Campingplätzen. Neben Freizeitaktivitäten aller Art gibt es alljährlich eine Reihe von attraktiven Veranstaltungen, die bekannteste ist die European Bike Week, das größte Harley-Treffen Europas in der ersten Septemberwoche.

Dass der See wettermäßig derart begünstigt ist, freut ganz besonders die Tourismusverantwortlichen. „Die dreijährigen Untersuchungen mit Hilfe der Messstation auf dem Dach des Hotels Karnerhof haben es bewiesen: Der Faaker See ist der sonnenreichste See Österreichs und vermutlich wohl auch im gesamten Alpenbereich“, zeigt sich Mag. Thomas Michor, Geschäftsführer der Villach-Warmbad / Faaker See / Ossiacher See Tourismusgesellschaft, begeistert. (Quelle: Region Villach)